Skip to main content

Soforthilfe vom Anwalt: Jetzt Kontakt aufnehmen

Schmerzensgeld bei Angstzuständen nach einem Verkehrsunfall

Angstzustände nach einem Verkehrsunfall sind kein seltenes Phänomen: Ob als Beifahrer, Fahrer oder Fußgänger – die Erinnerung an einen Unfall kann tiefe Spuren hinterlassen und Ihr tägliches Leben dauerhaft beeinträchtigen. Viele Betroffene wissen nicht, dass auch für diese psychischen Folgen nach einem Verkehrsunfall Schadensersatz gefordert werden kann. 

Befinden Sie sich in einer solchen Situation? Berechnen Sie im Schmerzensgeld-Rechner jetzt, wie viel Schmerzensgeld Ihnen zustehen könnte – und im folgenden Text erfahren Sie, wie Sie Ihren Anspruch durchsetzen.

Was sind typische Angstzustände nach einem Verkehrsunfall? 

Ein Verkehrsunfall zieht in vielen Fällen psychische Probleme nach sich, dazu gehören auch Angstzustände. Diese können sich in vielfältigen Facetten äußern: Beispielsweise haben einige Betroffene Fahrangst und trauen sich nach dem Unfall nicht mehr ans Steuer. Auch Panikattacken in Verkehrssituationen sind keine Seltenheit. Diese äußern sich durch intensive Angstgefühle, das Gefühl der Ohnmacht oder einen gefühlten Kontrollverlust. Auch Schlafstörungen, Albträume und allgemeine Nervosität können auf einen erlebten Verkehrsunfall zurückzuführen sein, genau wie Flashbacks – man denkt also wiederholt an den Unfall und durchlebt die Ängste in dieser Situation noch einmal. All diese und vergleichbare Symptome sind ernst zu nehmen und sollten von einem Psychologen oder Psychiater diagnostiziert werden. So können die Betroffenen professionelle Hilfe erhalten und versuchen, die Angstzustände nach dem Verkehrsunfall zu überwinden. Gleichzeitig stellen diese Symptome eine enorme Belastung im Alltag da und ziehen oft erhebliche Einschränkungen nach sich. Das führt dazu, dass Betroffene in dieser Situation Schmerzensgeld einfordern können. Dieses wird in der Regel von der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers gezahlt.

Wie hoch ist das Schmerzensgeld bei Angstzuständen?

Die Berechnung des Schmerzensgeldes bei Angstzuständen nach einem Verkehrsunfall ist komplex und sie hängt von verschiedenen, sehr individuellen Faktoren ab. Die Höhe wird immer im Einzelfall bestimmt und wird dabei von den folgenden Aspekten beeinflusst: 

  • Schwere und Dauer der Angstzustände: Je länger die Symptome anhalten und je schwerwiegender sie sind, desto höher fällt das Schmerzensgeld aus. 
  • Einfluss auf den Alltag: Sind die Angstzustände so stark, dass sie das tägliche Leben und die Lebensqualität stark beeinträchtigen? Dann führt das zu erhöhtem Schmerzensgeld. 
  • Dauer der Behandlung: Wenn eine dauerhafte Behandlung oder langwierige Therapie erforderlich ist, kann das das Schmerzensgeld erhöhen. Auch die Kosten für die Behandlung werden dabei berücksichtigt. 
  • Vergleichbare Urteile: Oft orientieren sich Gerichte an ähnlichen Fällen oder früheren Urteilen, die bei ähnlichen Voraussetzungen gefällt wurden. 
  • Mitverschulden des Betroffenen: Liegt eine Mitschuld am Unfall vor, besteht trotzdem Schmerzensgeldanspruch – es fällt nur in der Regel geringer aus.
Datenschutz Info

Wussten Sie?💡

Wussten Sie, dass es bei Schmerzensgeld regionale Unterschiede geben kann? Je nach Standort und gängiger Praxis eines Gerichts fällt die Höhe des Schmerzensgeldes bei Angstzuständen anders aus. Das sollten Sie bei der Einschätzung Ihres individuellen Schmerzensgeldes im Hinterkopf behalten.

Unter welchen Bedingungen gibt es Schmerzensgeld bei Angstzuständen?

Angstzustände nach einem Verkehrsunfall werden genauso ernst genommen wie körperliche Verletzungen nach einem Unfall, doch manchmal sind sie schwerer zu belegen. Die folgenden Punkte sollten erfüllt sein, um Schmerzensgeld aufgrund von Angstzuständen zu erhalten: 

  • Verschulden einer anderen Person. (Eine Mitschuld des Betroffenen ist möglich.)
  • Nachweis der psychischen Beeinträchtigung durch ärztliche Atteste oder psychologische Gutachten. 
  • Die Angstzustände sind schwerwiegend und dauerhaft. 
  • Kausaler Zusammenhang zwischen dem Unfall und den Angstzuständen. 
  • Rechtzeitige Geltendmachung des Anspruchs. (In der Regel verjährt der Anspruch nach drei Jahren.)

Sie haben einen Verkehrsunfall erlebt und leiden seitdem unter Angststörungen? Dann sind wir an Ihrer Seite und kümmern uns darum, dass Sie das Schmerzensgeld erhalten, das Ihnen zusteht. Unsere erfahrenen Fachanwähle haben bereits viele Mandanten in einer ähnlichen Situation vertreten und wissen, worauf es ankommt, wenn psychische Schäden rechtlich geltend gemacht werden. Wenn Sie Schmerzensgeld aufgrund von Angstzuständen erhalten wollen, sind die folgenden Schritte notwendig: Füllen Sie zunächst den Schmerzensgeld-Rechner aus, um eine erste Orientierung zu erhalten. Kontaktieren Sie unsere Kanzlei dann für eine kostenlose Erstberatung und bringen Sie dafür idealerweise schon alle gesammelten Dokumente, Berichte und Diagnosen mit. Sobald Sie uns engagieren, können Sie erst einmal durchatmen und um die Behandlung der Symptome kümmern. Wir gehen in dieser Zeit die nächsten Schritte für Sie, um Ihren Anspruch auf Schmerzensgeld durchzusetzen.

Aktuelle Artikel zum Thema Verkehrsrecht


OVG NRW zu Verkehrssündern: Behörden dürfen weder Rad- noch E-Scooter-Fahren verbieten   

  • 11.12.2024

Inhalt FeV gibt ein Verbot dieser Art nicht her Sie benötigen Beratung im Verkehrsrecht? WBS hilft! Kann Verkehrssündern, die keinen Führerschein haben, alternativ verboten werden, zukünftig Fahrräder und E-Scooter zu nutzen? Diese Frage musste das OVG NRW nun beantworten, nachdem zwei Vorinstanzen ein entsprechendes Verbot bestätigt hatten. Stellt ein […]

Radfahrer missachtet Radwegpflicht: Autofahrerin haftet nach Kollision alleine

  • 29.11.2024

Inhalt Kein Mitverschulden der Radfahrerin Fahrradwegpflicht soll nicht vor Kollisionen schützen Beim Ausfahren von einem Grundstück stieß die Fahrerin eines PKW mit einer Radfahrerin zusammen. Obwohl die Radfahrerin nicht den vorgeschriebenen Radweg nutzte und stattdessen auf der Straße unterwegs war, sah das Landgericht Hanau die Verantwortung allein bei der […]

Unbemerkt betrunken: Kuriose Pralinen-Ausrede rettet Führerschein nicht

  • 12.11.2024

Inhalt 1,32 Promille durch Pralinen? Wir prüfen Ihren Fall – bundesweit Wenig glaubhafte Aussagen 1,32 Promille durch Pralinen? Diese Ausrede eine Autofahrers hielt das AG Frankfurt für wenig glaubhaft und entzog einem überführten Autofahrer die Fahrerlaubnis. Eine solche Blutalkoholkonzentration könne zwar z.B. durch den Verzehr von mindestens 132 Mon-Cherie-Pralinen […]